Merino rams

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Bei funktioneller Kleidung störte mich immer, dass die Hersteller meist wenig an die Umwelt denken. So wird oftmals mit chemischen Beschichtungen und Materialien gearbeitet, die sich in der Natur ablagern und dauerhaft einen negativen Einfluss auf die Umwelt haben. Dabei wenden sich die Hersteller von Funktionskleidung ironischerweise an Outdoor-Fans und Naturliebhaber. Naturstoffe, die harten Trekking-Anforderungen gerecht werden, gibt es nur wenige.  Merinowolle ist aufgrund seiner zahlreichen positiven Eigenschaften für den Outdoorsport ideal geeignet und erfüllt sogar die Anforderungen an extreme Hiking Trips. Selbst auf langen Wanderungen und Aufstiegen verliert das Kleidungsstück seine Funktion nicht.

Merinowolle von Icebreaker – mit der Natur verbunden

Vor ein paar Jahren entdeckte ich die Firma Icebreaker, die sich auf die nachhaltige Verarbeitung von Merinowolle spezialisiert  hat. Das Haar der Merinoschafe ist besonders dünn, gleichmäßig lang und erfüllt beste Eigenschaften, die sich locker mit modernen Hochleistungstextilien messen können. Die positiven Aspekte sind neben sehr guten Wärmeeigenschaften und dem geringen Gewicht auch die Atmungsaktivität und das Geruchsmanagement. Atmungsaktivität garantiert den Transport der Feuchtigkeit vom Körper weg. Schweiß wird somit abgeleitet und die Haut bleibt warm und trocken. Viele Anbieter versiegeln ihre Kleidung so stark, dass Feuchtigkeit nicht ablaufen kann, die Kleidung wird durchnässt und die Wärme nicht länger gehalten. Man beginnt zu frieren, was vor allem bei sportlicher Belastung verheerend für die Muskeln sein kann. Selbst wenn ein Icebreaker Shirt einmal nass wird, trocknet es sehr schnell, viel schneller als vergleichbare Materialien. Zudem bietet die Wolle in der Icebreaker Kleidung einen natürlichen UV-Schutz, so dass man gegen eine intensive Sonneneinstrahlung bestens geschützt ist. Neben der Funktionalität bietet Merinowolle ein sehr angenehmes Tragegefühl und ist selbst nach tagelangem Tragen noch komplett geruchsneutral.

Die Icebreaker Funktionskleidung setzt auf ein Schichtenprinzip und auf verschiedene Materialstärken, die je nach Einsatzbereich gewählt werden können. So nutze ich im Sommer am liebsten ein ganz dünnes und leichtes Funktionsshirt in der 150er Qualität. Im Winter trage ich dann zumeist alle 3 Schichten im Zwiebellook. Bei Minusgraden ist ein Hoodie in 320er Stärke unschlagbar. In Icebreaker Kleidung habe ich jedenfalls noch nie gefroren. Für den Sport bevorzuge ich die GT Version, die einen geringen Elasthan-Anteil enthält und somit noch formstabiler ist als 100%ige Merinowolle.

Wer sich gerne auf mehrtägige Trekkingtouren begibt, der lernt das geringe Eigengewicht der Icebreaker Kleidung besonders zu schätzen. Da das Material zudem so geruchsneutral ist, braucht man lediglich ein Shirt pro Woche. Das reduziert die Traglast auf dem Rücken. Wer viel und lange wandert oder klettert, weiß, dass es wirklich auf jedes einzelne Gramm im Rucksack ankommt.

Das Merinoschaf und seine Haltung

Das Problem bei vielen Anbietern ist, dass diese auf nicht zertifizierte Wolle setzen. Das hat für Merinoschafe die Bedeutung, dass diese aufgrund von zu wenig Platz, einem einseitigen Futterangebot und Stress kein optimales Leben haben und nicht nur das Tier, sondern auch sein Fell in Mitleidenschaft gezogen wird. Die Firma Icebreaker aus Neuseeland ist hier bei Qualität, also der Funktion der intelligenten Kleidung und auch im Bereich der Nachhaltigkeit Spitzenreiter. Die Ethik des Unternehmens sieht vor, dass Tiere mit Respekt behandelt werden. Folter und Stress sind verboten. Es wird mit den schonendsten Techniken gearbeitet, um die Tiere so wenig wie möglich aus den gewohnten, natürlichen Abläufen zu reißen. Merinoschafe sind aufgrund der dichten Wolle anfällig für Fliegenmaden, welche die Tiere bei falscher Haltung quasi bei lebendigem Leibe auffressen. Icebreaker setzt auf natürliche Lebensräume mit einem angemessenen Klima und regelmäßiger medizinischer Vorsorge, um dies ausschließen zu können.

Mit dem Barcode der Produkte kann man im Internet den Weg der Materialien, die Herkunft der Schafe und die Orte der Verarbeitung nachvollziehen. Diese Rückverfolgbarkeit finde ich echt klasse, da sie für Transparenz sorgt und dem Kunden Vertrauen ins Produkt und in den Herstellungsprozess gibt. Icebreaker hat meiner Meinung nach im Gegensatz zu vielen anderen erkannt, worauf es ankommt: Nachhaltigkeit, eine hohe Ethik gegenüber Mitarbeitern und Produkte, die halten können, was sie versprechen. Die Merinoschafe scheinen für Icebreaker heilig zu sein, was sich auch beim Tragen der Funktionskleidung bemerkbar macht. Ob Socken, Funktionsshirt oder Jacke, bei Icebreaker fühlt sich die Wolle auf der Haut besonders weich und hochwertig an. Wer sich einmal für die Funktionskleidung von Icebreaker entschieden hat, der möchte diese nicht mehr missen – weder im Alltag noch beim Sport.