Nun ist es wieder so weit. Die Saison der Kletterer beginnt und ich muss meine Ausrüstung vor der ersten Tour unbedingt prüfen. Denn Teile können verschlissen sein oder so beschädigt, dass sie von mir ausgewechselt werden müssen. Für die Ausrüstung solcher Gegenstände gibt es spezielle Fachgeschäfte, aber auch Sportläden verfügen meist über derartige Utensilien. Einen wichtigen Tipp möchte ich generell geben: Wenn neue Materialien benötigt werden zur Verbesserung oder Vervollständigung der Ausrüstung, kann in den Berggebieten ein Shop aufgesucht werden. Die dort ansässigen Shopbetreiber verfügen in jedem Fall über die passende Ausrüstung und verkaufen auch Ersatzteile, falls mir etwas abhandenkommt oder beschädigt wird. Außerdem erfahre ich so viel über die neuesten Trends der Saison.

Halle oder freie Wildbahn

Zum Aufwärmen vor der neuen Saison ist es für mich üblich, zunächst ein paar Übungen in einer Kletterhalle zu vollziehen. Das verstärkt die Automatismen und die Rückstände der körperlichen Leistungen können so behutsamer aufgeholt werden. Außerdem ist immer jemand da, der mir wertvolle Tipps erteilen kann. Denn die Sicherheit beim Klettern geht über alles. Ich beginne immer mit ein paar gymnastischen Aufwärmübungen, um die Muskulatur zu dehnen und den Kreislauf anzuregen. Zur Grundausrüstung, unabhängig, wo ich klettere, gehört auf jeden Fall der Klettergurt. Dieser ist in zwei Ausführungen erhältlich, und zwar als Becken- und als Becken-Brustgurt. Anfängern rate ich zu einem Komplettgurt für das Becken und die Brust, einfach, weil es mehr Sicherheit vermittelt und der Schwerpunkt beim Abrutschen nicht allein auf der mittleren Körperhälfte liegt. Es bedeutet einen Kraftaufwand und eine schnelle Reaktion, wer auf eine Oberkörperabsicherung verzichtet. Und da gilt es, durch mehrere Kletterübungen, entsprechende Muskulatur im Oberkörper aufzubauen. Denn grundsätzlich ist das Klettern eine Kopfsache, erfordert Geschick und nicht allein Muskulatur. Also Klettern kann wirklich jeder.

Seil, Schuhe und Co.

Bei den Seilen muss ich zwischen Indoor und Outdoor unterscheiden. Sie weisen unterschiedliche Strukturen auf, denn beim Outdoor-Klettern entstehen an den Felswänden höhere und rauhere Reibungspunkte. Eine Seiltasche ist praktisch für ein Ersatzseil, welches sich darin verstauen lässt. Das Seil muss durch Karabiner befestigt werden. Zur weiteren Ausrüstung gehören Steigklemmen, Schlingen und Felshaken (nur beim Outdoor-Klettern). Beim Klettern ist es sehr wichtig, dass Kleidung nicht weit vom Körper absteht, darum eng anliegende aber bequeme Funktionskleidung tragen. Es gibt spezielle Kletterschuhe, welche an der Sohle über mehr Grip verfügen als herkömmliche Straßenschuhe. Zudem sind sie biegsamer. Der Fuß muss beim Aufsetzen auf einem Vorsprung seine natürliche Greifhaltung ausüben können. Stürze können besonders beim Indoor-Klettern ohne Absicherung vorkommen. Darum setze ich einen Helm auf, der beim Outdoor-Klettern absolute Pflicht ist. Die Ausrüstungsgegenstände werden von verschiedenen Herstellern angeboten. Es ist ein persönliches Empfinden, für welchen Hersteller sich jeder entscheidet, allerdings sollten alle Ausrüstungsgegenstände von einem Hersteller eingekauft werden, da diese besser aufeinander abgestimmt sind. Und nicht zu vergessen, der Kraftaufwand beim Klettern erfordert die Zufuhr von Flüssigkeit. Neben Wasser sind auch isotonische aber niemals alkoholische Getränke erlaubt.